Heute morgen, echt früh aufgestanden, weil mal wieder ein früher Dienst angesagt ist, höre ich die Nachrichten, in denen mir mitgeteilt wird, dass der Regierende Bürgermeister von Berlin, Herr Müller, ausloten will, inwieweit Gespräche mit der linksautonomen Szene geführt werden können.

Auf was für ’ner scheiß „Ich-merk-gar-nichts-mehr Droge“ ist der denn bitte drauf?

Luft holen, Ärger weg atmen … Unser Regierender Bürgermeister denkt also ernsthaft darüber nach, das Gespräch mit Terroristen zu suchen?

Die bisher anerkannteste Definition des Terrorismus bedeutet, dass Gewalt und Gewaltaktionen gegen eine politische Ordnung verübt werden.Der Terror dient als Druckmittel und soll vor allem Unsicherheit und Schrecken verbreiten oder Sympathie und Unterstützungsbereitschaft erzeugen. Terrorismus ist keine militärische Strategie, sondern primär eine Kommunikationsstrategie.

Der Innensenator hat es erkannt und spricht inzwischen offen von Terror.

Und unser debiler Bürgermeister will mit solchen Leuten verhandeln?

Wobei ich hier dem Innensenator widersprechen muss … Terror hat ein politisches Ziel

Es geht inzwischen nicht mehr nur darum, dass ein in der linken Szene anerkanntes Ziel, nämlich die dort verstandene „Oberklasse“ anzugreifen wenn alte Kleinwagen von Normalbürgern abgefackelt werden – also Autos von Menschen, die dafür hart gespart haben und nun keinen Cent von der Versicherung bekommen – wo bleibt da das aufoktroyierte Ideal der „linken Szene“?

Klasse gegen Klasse wird so ad absurdum geführt.

Hier geht es nur noch um Terror und Anarchie …

Per Definition ist Anarchie, die Abwesenheit von Herrschaft.

Wird von der gewalttätigen linken Szene Szene missbraucht für die gesellschaftliche Unordnung, Gewaltherrschaft und Gesetzlosigkeit und vor allem in den Medien häufig im Schlagwort „Chaos und Anarchie“ verwendet.

Von links unten übrigens auch.

Die tatsächliche Bezeichnung für einen solchen Zustand ist jedoch, Anomie.

Ich schreibe grad aus dem Bauch heraus, kann also keine Zahlen aufliefern, wie viele Kollegen inzwischen durch diese Penner verletzt worden sind, oder wie viele Familien inzwischen ohne Auto dastehen. Versucht mal, wenn Ihr drauf angewiesen seid, Euer Kind in die Kita zu bringen und Euer Auto in der Nacht von Fanatikern abgebrannt wurde, um gegen das System zu rebellieren.

Dutzende Autos unschuldiger Familien sind in Flammen aufgegangen.

Hunderte Kollegen verletzt.

Durch Steine, durch Molotowcocktails, durch Eisenstangen

und es hat diese verschissenen Penner nicht interessiert, ob gerade ein Familienvater oder eine Mutter von drei Kindern im Dienst stirbt.

Die Ansage der Chaoten ist ganz klar, „den Hass gegen die Staatsbüttel zu wenden“, also noch rücksichtsloser Menschenleben in Kauf zu nehmen.

In meiner Anfangszeit erlebte ich eine linke Szene, die Ideale hatte.

Ich lief im „schwarzen Block“ mit (dienstlich) und als einer derer einen Kleinwagen demolierte, wurde er gemaßregelt mit den Worten „Ey merkst du blöde Sau noch was? Der könnte von uns sein …“

Inzwischen geht’s nur noch darum, Polizisten möglichst schlimm zu verletzen und eine möglichst anarchistische Stimmung zu schüren.

UND ES SOLL ERNSTHAFT VERHANDELT WERDEN

Ich stehe voll hinter dem Innensenator, der sagt, dass „Rechtsstaat nicht verhandelbar ist“.

Aber ich denke, sobald mit solchen selbsternannten Terroristen Verhandlungen beginnen, ist mein Amtseid auch einfach mal hinfällig … wenn der Amtseid meines Dienstherren missbraucht wird, was erwartet er dann noch von mir?

Advertisements